19.11.—1.12.
2017
2002
programm

echo

foto/video

Jan Vedral, Respekt / 48
Das Theaterfestival hat dieses Jahr bereits zum siebenten Male stattgefunden. Was hat sich in diesen sieben Jahren geändert? ... Das Phänomen des doppelten Publikums ist verschwunden, das Festival hat seine regelmässigen tschechischen und deutschen Besucher, die in den Theaterfoyers einander begrüssen und in den Vorstellung an gleichen Stellen eingeweiht reagieren. Der Ausdruck „natürliche Kulturintegration“ ist in diesem konkreten Beispiel keine Phrase. ... Dank dem Festival wurde in Tschechien ein bedeutenderes Interesse wach, die moderne deutsch geschriebene Dramatik zu verstehen. Die Regieverfahren und das Denken über das Theater hat die kommende Generation tschechischer Regisseure und Bühnenbildner deutlich beeinflusst.

Pavel Dostál, ministr kultury ČR, Právo, 25. 11. 2002
Für einen Erfolg halte ich auch, dass durchgesetzt werden konnte, die „Tschechische Saison“ in Frankreich... oder das Prager Theaterfestival deutscher Sprache, den Prager Frühling oder andere Veranstaltugen zu finanzieren, die ohne die Hilfe des Staates nie stattfinden könnten.

Jan Kerbr, Mladá fronta DNES, 19. 11. 2002
Dank dem Festival kann das Publikum regelmässig an das bei uns nur selten produziertes Genre der Schauspielerlesungen erinnert werden und daher Auftritte von solch ausserordentlichen Persönlichkeiten wie Ilse Ritter oder Klaus Maria Brandauer beurteilen. Das diesjährige Solo Senta Bergers gehörte zu den nichtpompösen Höhepunkten des Theaterfestes. Die Schauspielerin las vor dem ausverkauften Weinberger Theater die Erzählung Arthur Schnitzlers „Fräulein Else“. Aber wie sie las! ... Sie zog die Zuhörer in eine Grenzsituation im Menschenleben mithinein und sie erlebten mit ihr das Wunder der Katharsis.

Jana Machalická, Lidové noviny, 19. 11. 2002
Es ist klar, dass das Festival, indem es die einmalige Komposition aus Shakespeares Tragödien „Schlachten!“ oder die Marthalerschen Projekte vorstellte, sich selbt die Latte sehr hoch gestellt hat. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass in Deutschland weiterhin erstrangige Aufführungen entstehen, die jedoch keiner umsonst herbringen wird.

Radmila Hrdinová, Právo, 19. 11. 2002
Wir brachten eine einzige positive Erkenntnis mit: es ist notwendig zu kommunizieren. Und das ist auch der Sinn des Festivals, das bereits sieben Jahre lang das wiedergutmacht, was den Politikern nicht immer gelingt und was bei dem Abschlussabend auch der Aussenminister Svoboda formulierte – das Bestreben nach wechselseitiger Verständigung. Nach diesem Jahrgang ... sind wir wieder einen Schritt weiter.

ČTK, Lidové noviny, Metro, Právo, MF DNES, Hospodářské noviny, 18. 11. 2002
Vor allem für die Organisation des Prager Theaterfestivals deutscher Sprache, an dem er sich von Anfang an beteiligt, übernahm am Samstag der Schriftsteller und Dramatiker Pavel Kohout eine hohe deutsche Auszeichnung... Der deutsche Botschafter überreichte ihm ... das Grosse Kreuz mit Stern und Band. Diese Anerkennung wird für die Entfaltung guter tschechisch-deutscher Beziehungen erteilt.

Heiko Krebs, Süddeutsche Zeitung, 16. - 17. 11. 20
Inzwischen gibt es in Prag eine recht grosse, treue Festivalgemeinde, die gleichermassen aus hier lebenden Deutschen und germanophilen Tschechen besteht. Allen Unkenrufen im ersten Jahrgang zum Trotz hat sich das Festival an der Moldau etabliert.