19.11.—1.12.
2017
2010

programm

foto/video echo
7.11. So 19.00 | Nationaltheater
STAATSSCHAUSPIEL DRESDEN
DER GOLD’NE TOPF, E. T. A. Hoffmann
Regie Sebastian Baumgarten
Am Himmelfahrtstag im biedermeierlichen Dresden stößt der junge Student Anselmus den Korb einer alten Apfelhändlerin um, und nichts ist mehr wie es einmal war. Er verliebt sich in die blauen Augen einer Schlange, die sich im Weiteren als die Tochter des seltsamen Archivars Lindhorst herausstellt. Realität und Phantasie vermischen sich bunt, ausdrucksvoll und faszinierend. Die düstere Romantik wirkt in Baumgartens Regie spektakulär und sehr unterhaltsam.
Ein Gesamtkunstwerk aus Oper und Film, Schauspiel, Entertainment und viel, viel Zauberei!
8.11. Mo 17.00, 20.00 | Theater in der Řeznická
9.11. Di, 17.00
THEATER AM NEUMARKT, ZÜRICH
BIOGRAFIE: EIN SPIEL, Max Frisch
Regie Barbara Weber
Was wäre jetzt, wenn ich mich zu einem bestimmten Zeitpunkt anders entschieden  hätte? Biografie: ein Spiel liefert Erkenntnisse über den Zwang, Fehler zu wiederholen, und über das, was wir Freiheit nennen. Max Frisch, der große Schweizer Schriftsteller, gibt direkte und erschreckende Antworten. Träumen Sie auch vom Wechsel des bereits erlebten?
Diese Aufführung verändert Ihr Leben!
9.11. Di 20.00 |Theater Komödie
KASEMATTENTHEATER, LUXEMBURG
TUCHO UND K.
Marc Limpach und Germain Wagner, Musik Judith Lecuit
Kurt Tucholsky und Franz Kafka, zwei studierte Juristen, jüdische Schriftsteller deutscher Sprache, deren Werke unterschiedlicher nicht sein könnten: Einerseits der Satiriker, Kabarettautor, Liedtexter, Romanautor, Lyriker und Gesellschaftskritiker und andererseits der große einsame Schmerzensmann der literarischen Moderne. Beide jedoch begnadete, offene und eifrige Briefeschreiber.
Gleiche Themen für zwei unterschiedliche Stimmen!
(ohne Übersetzung)
JOSEF-BALVÍN-PREIS
10.11. Mi 19.00| Neue Bühne des Nationaltheaters
NATIONALTHEATER, PRAG
WAS GESCHAH, NACHDEM NORA IHREN MANN VERLASSEN HATTE ODER DIE STÜTZEN DER GESELLSCHAFTEN, Elfriede Jelinek
Regie Michal Dočekal
Wenn Nora bei Ibsen die Tür hinter sich schließt, um aus ihrem bürgerlichen Gefängnis auszubrechen, ist ungewiss, wohin sie aufbricht. Bei Jelinek landet sie in der Welt der Fabriken und des Kapitals der zwanziger Jahre. Was findet sie auf der Suche nach Identität, Sexualität und beruflicher Selbstverwirklichung?
Eine der größten Inszenierungen der tschechischen Theatersaison!
(tschechisch mit deutscher Untertitelung)
11.11. Do 19.00 | Schauspielklub
PAVEL LANDOVSKÝ
AUS DEM SCHAUSPIELKLUB ANS BURGTHEATER
Die legendäre Persönlichkeit des tschechischen Theaters und Films, Autor vieler dramatischen Texte, verheimlicht nichts über seine Schauspieleranfänge und dem anschließenden Erfolg und redet offen über seine Eroberung Wiens, über die Emigration und die Rückkehr nach Hause. Merkwürdiges Leben in eigener Darstellung!
Erleben Sie einen Abend mit den Legenden des tschechischen und österreichischen Theaters!
(tschechisch mit Simultanübersetzung)
12.11. Fr 19.00 | Neue Bühne des Nationaltheaters
JOSEF HADER
HADER SPIELT HADER / KABARETT
Josef Hader ist zweifellos einer der erfolgreichsten Kabarettisten Österreichs. In allen seinen Figuren findet sich ein Stück Josef Hader. Und darüber hinaus: Ein Stück Österreich. Ein Stück Mensch. Ein Stück von einem selber, aber keiner, an dem man nur über andere lachen kann. Oder nur über Josef Hader. Hader leiht sich seine Figuren aus und erzählt vom ganz normalen Wahnsinn des menschlichen Alltags. Von sich, von der Kunst, vom Kabarett. Das klingt gefährlich. Ist es auch.
Lachsalven! Kabarettist mit dem Kultstatus!
13.11. Sa 17.00, 20.00 | Theater Arche
THALIA THEATER HAMBURG
AMERIKA, Nach dem Roman von Franz Kafka
Regie Bastian Kraft
Kafka beschreibt schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts hellsichtig die Figur des „Vertriebenen“ – vertrieben durch die Eltern, vertrieben aus Europa. Die Geschichte eines Heimatlosen, dem Amerika nicht zum Ort der Verheißung wird. Kafka provoziert durch die Schilderung der Welt der Moderne unser erinnerndes Erstaunen darüber, dass all das, was wir als normal empfinden, erst seit kurzem so ist. Kafkas Roman als Phantasma für einen einzigen Schauspieler.
Amerika gewann sowohl den Publikums- als auch den Kritikerpreis beim diesjährigen Theaterfestival «radikal jung» in München!
13.11. Sa 18.00 | Irgendwo im Rudolfinum
14.11. So 15.00, 19.00
SCHAUSPIELHAUS ZÜRICH
RECHNITZ (DER WÜRGEENGEL), Elfriede Jelinek
Regie Leonhard Koppelmann
Jelinek zeigt in ihrem 2009 zum „Stück des Jahres“ gewählten Text, dass kein Friede möglich ist, solange die Verbrechen der Vergangenheit ungesühnt bleiben. Das Publikum begibt sich bei dieser eindrucksvollen Aufführung auf die Reise. In Zürich vom Schauspielhaus „Pfauen“ jeden Abend an einen anderen Ort, in Prag treffen die Zuschauer im Vestibül des Konzertsaals Rudolfinum zusammen – wo sich einst auch Reinhard Heydrich mit seinesgleichen traf...
Erleben Sie die einzigartige Inszenierung im spezifischen Räumlichkeiten des Prager Rudolfinums!
15.11. Mo 19.00 |Theater in den Weinbergen
STAATSSCHAUSPIEL DRESDEN / SCHAUSPIEL HANNOVER
LULU
Nach der Monstertragödie von Frank Wedekind und der Oper von Alban Berg
Regie David Marton
Lulu ist Femme fatale, Kindfrau, Jungfrau, Hure, sinnliche Geliebte und Künstlermuse. Ist sie bei Wedekind ein Wunschbild und gleichzeitig eine Angstvision, verwandelt sie sich in der Oper Bergs in eine junge, dynamische Heldin der Großstadt. Beide begegnen sich nun in David Martons Inszenierung und es kommt sogar noch eine dritte Lulu dazu.
Musiktheater-Inszenierung des Jahres 2009!
16.11. Di 16.00 | Goethe Institut
Prof. Dr. Phil. Hajo Kurzenberger
SCHAUSPIELEREI AUF DEN MEDIENBÜHNEN
| Vorlesung
Die Metapher von der Welt als Bühne ist freilich so aktuell wie alt. Auf die neuen, die heutigen Funktionen des Zuschauers sollten wir jetzt unser Augenmerk richten, ebenso auf die ganz unterschiedlichen Vorstellungen und Praktiken von Schauspielerei und Schauspielkunst, wie sie heute zeitgleich gelten und nebeneinander kursieren, und selbstverständlich auf die Interaktion zwischen Darsteller und Zuschauer, die Theater erst zustande bringt. Verfolgen wird diese Fragen in einem anderen Terrain, nämlich im Fußballstadion weiter. Unser weiteres theatrales Anschauungsfeld ist das der Politik.
Brauchen auch Sie Schauspielerei in Ihrem Beruf?
EINTRITT FREI!
17.11. Mi 19.00 | Theater in den Weinbergen
DEUTSCHES THEATER BERLIN
LIEBE UND GELD, Dennis Kelly
Regie Stephan Kimmig
David braucht Liebe, doch seine Vergangenheit steht ihm im Weg. David ist Witwer, nicht direkt ein Mörder... Seine Frau ist konsumbesessen, shoppingsüchtig. Alle Therapieversuche schlagen fehl, Jess muss kaufen, sie kauft sich um ihr Leben. Doch das Geld reicht nicht, und auch nicht die Liebe.
Eingeladen zum Berliner Thetertreffen 2010!

OFF-PROGRAMM | STUDIO ŠVANDOVA DIVADLA
Szenische Skizze im Rahmen des Projekts 8-at-8

10. 11. Mi, 20.00 | Studio des Švanda-Theaters
DAS PRINZIP MEESE, Oliver Kluck
Regie Martina Schlegelová

Das Stück des „Shooting Stars“ des deutschen Theaters, Dramatikers und Trägers des Kleist-Förderpreises für junge Dramatik 2010. Für Prinzip Meese wurde Oliver Kluck in 2009 mit dem Förderpreis für neue Dramatik des Berliner Theatertreffen Stückemarktes ausgezeichnet und in Berlin wurde das Stück auch im Frühling 2010 erstmals gespielt.
Wir sind dreissig, sprechen fünf Sprachen und haben keine Illusionen. Das Prinzip unseres Lebens ist Chaos. Wir sind es gewöhnt. Im Chaos sind wir gut. Es geht uns. Glauben Sie es nicht?
Ein bissiges und provozierendes Stück über den Lebensprinzipien heutiger Dreissiger.

(Szenische Skizze in tschechischer Sprache mit deutschen Untertiteln)
Die Übersetzung wird von Goethe-Institut Prag unterstützt.