Maxim Gorki Theater, Berlin
Yael Ronen, Shlomi Shaban, Riah Knight und Itai Reicher:

Slippery Slope

4. 12. Sonntag 20:00 – 21:40 AUSVERKAUFT

Regie Yael Ronen
Theater pod Palmovkou
Zenklova 566, Prag 8  
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Gespielt: Lindy Larsson, Riah Knight, Anastasia Gubareva, Vidina Popov, Emre Aksızoğlu

Almost a musical

Ein Musiker feiert nach einem Cancelculture-Skandal sein Comeback und will seine Geliebte vor einem gierigen Produzenten retten. Eine vielversprechende Newcomerin startet ihre verdiente Solokarriere und klagt ihren Ex-Partner an, sie manipuliert und ausgenutzt zu haben. Eine unbestechliche Redakteurin setzt sich mit ihrer feministischen Zeitung selbstlos für die Rechte Unterdrückter ein. Und eine junge Journalistin bringt furchtlos die Wahrheit ans Licht und die Bösen hinter Gitter. 

Es scheint alles ganz eindeutig: Sie sind die Guten, die den ihnen zustehenden Erfolg entweder bereits ausleben, oder nach erfahrenem Unrecht dabei sind, die Täter*innen zu stellen und sich aus der Opferrolle nach oben (zurück) zu kämpfen. Aber kann es wirklich so einfach sein? Schließlich erscheint noch ein PR-Experte, der das Narrativ einer Person von der verfolgten Unschuld inszenieren und verkaufen soll...

Wer hat in dieser Geschichte also wen benutzt, ging es wirklich um Liebe und die Suche nach der Wahrheit oder immer nur um Ruhm und Macht? Was war emanzipatorische Aneignung, was ausbeuterische Enteignung, und wo genau verläuft die Grenze? Wer profitiert von welchem Narrativ am meisten – und wessen Erzählung setzt sich letzten Endes durch? 
Regisseurin Yael Ronen, Komponist Shlomi Shaban und das Ensemble untersuchen mit Slippery Slope lustvoll den Wunsch nach einfachen Wahrheiten und das Manipulationspotential einer guten Erzählstrategie ­– eine bitterböse musikalische Revue über Kunst und Macht in einer postfaktischen Gesellschaft.

Eingeladen zum Theatertreffen 2022.

Englisch mit tschechischer Übertitelung.

Hinweis: die Produktion enthält Stroboskop-Lichteffekte, schnelle und flackernde Bildabfolgen, die negative Auswirkungen auf lichtempfindliche Zuschauer*innen haben können.

Webseite der Produktion: Maxim Gorki Theater: Slippery Slope

Foto: © Ute Langkafel MAIFOTO